lyrisches intermezzo
ich habe mich verkühlt
an deinem hinterfragen
hab’ hinter mich geschielt
war fast schon am verzagen
dann hab’ ich dich geherzt
und alle fragen verschmerzt
du aber hast gewußt
daß alles wiederfinden
auch wieder ein verlust
ein los und loser binden
Wir haben oft „Mann und Frau“ gespielt
lyrisches intermezzo XXVI (nach vorgeschriebenen endreimen)
parallalie - 5. Jan, 21:09
wange an wang’
das ist die nach-lust
wenn das herzl bang
trost sucht für den lust-verlust
da wird dir wohl
und des augenblicks
magnetenpol
vollführt einen auswärtsknicks
Da sagten wir frostig einander: „Lebwohl!“
lyrisches intermezzo XXV (nach vorgeschriebenen endreimen)
parallalie - 4. Jan, 20:43
wir haben uns gequälet
einander ja gesagt
wir haben uns vermählet
des andern leben geplagt
ich hab’ nicht, was gewesen
als asche mir aufs haupt
gestreut - den bitterbösen
spiel’ ich nicht: ich hab’ geglaubt
es wär’ das allerdümmste
wenn lust wie unlust
sich aufspielt wie die schlimmste
ausgeburt von dem, was frust
Das trug ich geheim in der Brust
lyrisches intermezzo XXIV (nach vorgeschriebenen endreimen)
parallalie - 3. Jan, 21:29
ich weiß, das
ist dumm
aber haß
ist stumm
liebelaut
wär’ luft
(es blaut
ein duft)
mir wird flau
treppab
der frau
fällt ab
was ich lieb’
im stich
den hieb
ließ ich
Warum ist denn die Erde so grau
lyrisches intermezzo XXIII (nach vorgeschriebenen endreimen)
Mit diesen vorgeschriebenen Endreimen kommen Dinge zur Sprache, die sonst nicht zur Sprache gekommen wären. „Die Wunde Heine“. Die scheinbar spielerische Auseinandersetzung gewinnt an Ernst. Wenngleich sie sich diese Endreime aus einem Buche, dem „Buch der Lieder“, holt, das mir die erste Liebe im Dezember 1976 schenkte. Ihr Name erschien bereits im Diminutiv.
parallalie - 2. Jan, 21:16
ich habe einen
schmerz
denn mir will scheinen
du habest kein herz
da mag es knallen
wank
dies jahr verschallen
kling des glases klang
mir ist ein wehe
kein
rotz weiß ums ehe-
dem, nur du allein
wie es auch wissen?
scherz?
möchtest du küssen?
mich reimen auf herz?
Die alle könnens nicht wissen
lyrisches intermezzo XXII (nach vorgeschriebenen endreimen)
parallalie - 1. Jan, 21:02
essen
essen
du sagst nie nein
du schaufelst immer in dich hinein
essen
essen
dir wird’s nie leid
zu vergessen, erst gestern dein eid..
Es kann nirgend was süßres und falscheres sein.
lyrisches intermezzo XXI (nach vorgeschriebenen endreimen)
parallalie - 29. Dez, 21:29
könnt’ ich schweigen
würd’ ich stille sein
wie in zweigen
schlafend vögelein
ein versöhnen
ist kein stelldichein
und im stöhnen
frieret stein und bein
Die guten Engelein.
lyrisches intermezzo XX (nach vorgeschriebenen endreimen)
parallalie - 28. Dez, 19:54
mein licht-
lein
dein licht-
lein
so bebt
sich
so hebt
sich
mein und
nein
dein und
ein
elend wie ich
lyrisches intermezzo XIX (nach vorgeschriebenen endreimen)
parallalie - 27. Dez, 20:08
das hab’ ich nicht
mir dein gesicht
einfach so ausgedacht
sondern über nacht
du schliefest kaum
aus dem schaum
für eine weiß-nicht-frist
geboren mit list
Ich sah dich ja im Traum
lyrisches intermezzo XVIII (nach vorgeschriebenen endreimen)
parallalie - 26. Dez, 21:49
der aurorene
glanz
der gefrorene
tanz
wie ein künftiges
immer auch hat
hart- aber gütiges
requiescat
Trag es, trag es, und entschuldig es
lyrisches intermezzo XVII (nach vorgeschriebenen endreimen)
parallalie - 25. Dez, 21:07