Salustius, Über die Götter und die Welt – 13,4

13,4 Wenn es also nicht durch Kunst und nicht einmal durch Natur geschieht, daß die Götter die Welt machen, bleibt nur noch, daß sie aufgrund einer Kraft erschaffen.
Nun, alles tritt ein durch die etwas Anderem innewohnende Möglichkeit; auch kann niemals seiner Erfüllung entgehen, was auf diese Weise entsteht, es sei denn, man entziehe seiner Ursache die Kraft. So daß diejenigen, die das Ende der Welt behaupten, tatsächlich die Nicht-Existenz der Götter behaupten; bzw., indem sie die Existenz der Götter behaupten, lassen sie den Gott abgeschmackt erscheinen.
Kurz und gut: Indem jedes Ding durch eine innewohnende Kraft geschaffen wird, besteht Alles in seinem Innersten zugleich mit Gott; und da es sich um die höchste Kraft handelt, mußten daraus notwendigerweise nicht nur Menschen und Tiere, sondern auch Götter, Engel und Dämonen hervorgingen. Und je mehr der erste Gott sich von unserer Natur unterscheidet, desto mehr Zwischenkräfte sind zwangsweise einzuführen: Da all das, was an den Extremen auseinander geht, unterschiedlichste Zwischenelemente zuläßt.

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