Dienstag, 14. August 2007

Cholera moribus 1

Giuseppe Gioachino BELLI

Cholera moribus
Konversation indisponierter gemeiner Leute im Wirtshaus und wiedererzählt in vierunddreißig Sonetten, und alle einwandfrei

1.

Na egal, ob Kollerdings, ob Cholera,
ich wette meinen Kopf für all mein Heu,
daß diese Seuche hier uns toi toi toi
nicht erreicht, zwar gibt es sie, doch hier? naja...

Habt ihr den Erlaß vernommen? Daß, wer da
der Jungfrau im August vertraut, sei scheu
im Kopf und dumm? Das heißt, bei meiner Treu,
nur die Einfaltspinsel haben’s schwererer.

In Nizza, sagt man, fegt sie alles fort.
Aber nur, weil diese Ommeletten
nicht wissen, wie man für das Leben sorgt.

Statt sich abzumüh’n mit Lazaretten:
Sie sollten sich den Arsch kasteien: dort!
Äschern könnten sie dann auch die Betten.

4. August 1835

(dt. von mir)

>>> Cholera moribus 2

User Status

Du bist nicht angemeldet.

Suche

 

Zufallsbild

Immagine-009

auch

Dieses Weblog wird vom Deutschen Literaturarchiv Marbach archiviert und der Öffentlichkeit auch andernorts zugänglich gemacht.

Blogged.com

Aktuelle Beiträge

Ibn Hamdîs, Diwan,...
Er beschreibt eine Schenkin 1 Ach! Schöne einer...
parallalie - 29. Nov, 21:22
Ibn Hamdîs, Diwan,...
1 Morgens bin ich heiter und zufrieden; das Glas beschert...
parallalie - 18. Nov, 21:44
manchmal ist es ja ...
manchmal ist es ja auch der wind der gegen die tür...
parallalie - 12. Nov, 21:25
ich hüft' mich auf...
ich hüft’ mich auf das hüftgebein! nur...
parallalie - 10. Nov, 21:41
Ibn Hamdîs, Diwan,...
Er beschreibt den gemischten Wein 1 Welch ein Körper!...
parallalie - 3. Nov, 18:23

Status

Online seit 4934 Tagen
Zuletzt aktualisiert: 29. Nov, 21:22

Credits


Äpfelschuh'
black is black is black
che pizza!
Cholera moribus
d-land
Giacomo Joyce
Ibn Hamdîs
ibridi
Impressum
in italiano
iste
kaefige
la torre
lyrik-lyrik
lyrisches intermezzo
macello
... weitere
Profil
Abmelden
Weblog abonnieren