Sonntag, 22. Oktober 2017

Ibn Hamdîs, Diwan, XIII

1
Hörte etwa die Zeit auf, den bewanderten Mann zu belästigen,
oder sagte er “Es reicht!” und brachte ihn, den Störenfried, um seinen Ruf?

2
Er hat es abgesehen auf den Großherzigen, wie das Auge dessen,
der verdrießlich es wirft auf den Schuldigen.

3
Wie das reine Wasser der Zeit trinken, durch die
unaufhaltsam das Heer der Unglückseligkeit zieht?

4
Mich ließ Zeit ergrauen ob des Erlittenen, ihr selbst
geschah nichts. Und doch hat Zeit zur Welt mich gebracht!

5
Und wenn sie sich nicht wundert über ihre Kinderschar,
desto mehr ich mich über sie und ihre Kinder.

6
Einsam lernt’ ich die merkwürdigen Begebnisse meiner Zeit,
und niemandem gesellte ich mich, wenn er kein Fremdling.

7
Und wandte mit Vorsatz mich gegen meine Traurigkeit, und er durchschnitt sie,
als wäre meine Vorsatz mein schneidendes Schwert.

8
Nicht inne hielt ich in meinem Reisen über Berg’ und Niederungen, wie auch
das Wasser nicht innehält, daß den Abhang hinabfließt.

9
Und reisend nächtlicherweil’ fiel ich meinesgleichen nicht lästig
wegen irgendeiner Drangsal, die mich plagte;

10
auf stieg das Unbehagen in glühenden Seufzern, die ich ausstieß,
frisch wie sie kamen, ob sie gleich brannten ohn’ Rast.

11
Oh! es geziemt dem Großherzigen Felsenfestigkeit,
und daß mit Bösem sich aufbläht, der zum Bösen bereit.

[Ibn Hamdîs, Diwan, XII]

Freitag, 20. Oktober 2017

otra vez ...

otra vez
e di traverso
ostrogote
vezessitudini
ostrovisi
di vestro
occhi vidi gote
volte al ciel
di du’ comare
verso qualcosa
che sembrava
un bronzolo o
bran(d)zoll
ignifilo
- igno datum -
a trasformarle
in due colombe
ben abbrusto-
lite

che stavano lassù
a mandar
sterco su sterco
sul davanzal

ma non le vidi
ma sapevo
cosa videro

Montag, 16. Oktober 2017

Ibn Hamdîs, Diwan, XII

1
Wie viele Vorwürfe du ihm doch machst gleichzeitig!
Du sprichst und sprichst, er kriegt kein Wort heraus.

2
Willst etwa du, dass dir wiedergegeben werde die gewohnte Gefährtin
und erhalten bleibe - solange du lebst - die gewohnte Jugendkraft?

3
Siehst denn nicht du, wie seine Wechselfälle zermürben alles Neue,
und wie sie die volkreichen Gegenden dieser Welt wüst hinter sich lassen?

4
Und wenn dir Hierbleiben ein Übel,
liegt Heil dir in der Emigration - und gut zu Pferd.

5
Deine Sorge ist die Sorge dessen, der auf etwas
wartet; drum dein Schweifen in der Fremde, dir die schrulligsten zu suchen.

6
Denn der Vorsichtige, um zu schlummern, tut’s wie
der aufgeschreckte Vogel, der im Mauerloch scharrt.

7
Der Kühne verlangt seine Speise von den scheidenden Schwertern,
und sein Getränk eher von den Lanzen als von den Wolken.

8
In den edlen Taten sei klug und bescheide dich,
wenn darin du recht handeln willst.

9
Und zur Beförderung des Guten sei Flamme,
die im Wehen des Windes aufflackert.

10
Sein Schöpfer schärft das Schwert nur dazu,
daß Köpfe fliegen, wenn’s gezückt.

11
Zieh dein Unterreden nicht der Wüstenfährnis vor,
deren Fata Morgana du für Trinkwasser hältst.

12
Wie oft erlangt man nicht die Macht über Leichen gehend;
daß nicht Angst jetzt dir die Türe schließe.

13
Widersprüche ließen mich zweifeln; doch Kühnheit
hält inne, wenn man zu zweifeln beginnt.

14
Deines Schicksals Gunst scheint in Ungunst sich zu wandeln,
und zahlt dir nicht mehr heim dein gutes Handeln.

15
Stünde dir das Schicksal gleich der Hand eines Großmütigen bei,
es wäre seiner Natur gemäß etwas Überraschendes.

16
Wein trinken macht mich melancholisch, und der Gesang
senkt Traurigkeit in mein Herz.

17
Widerspruch hinterlässt seine Spuren in den Gewohnheiten;
der bitter schmeckt und süß im Schlucken sich gebärdet.

18
Nachdem die Großmütigen meines Volkes abgefahren, gab man mir
Wölfe zur Gesellschaft statt der Gefährten.

19
Der Freund stellte sich mir entgegen, und fand keine
andere Gesellschaft als die Bücher.

20
Wie viele Freunde hat nicht das Unheil ins Elend gebracht,
Freunde, die, als uns das Schicksal nicht gewogen, gute Freunde waren!

21
Nein, eng ist sie mir nicht, die Erde, andernfalls gewöhnte
ich mich daran, mir ihre Weite als Ebene zu denken.

22
Ich irrt’ durch die Wüsten auf geschwinden Kamelen, die im Wettstreit
mich die Entfernungen durcheilen ließen, die ihnen ihr Futter.

23
Und würdest verwechseln die rasche Bewegung ihrer Hufe im Wettstreit
mit den geschwinden Fingern, die am Rechenbrett die Zahlen bewegen.

24
Und würdest fast glauben, daß das erschöpfte Kamel das Halfter
an seiner Nase für eine Schlange gehalten.

25
Ich durchquerte die Nacht unter dem Stern meiner Lanze,
wenn die Sterne sich den Blicken verbargen.

26
Denn der, der auf den Spuren edler Taten stirbt, kommt dem gleich,
der das erzielt, was er von ihnen wollte, und kehrt wieder.

27
Zu Abenteuern treibt mich ein Schwert, dessen Hiebe
all das verachten lassen, was hart dich angeht.

28
Schwert, das immer, sobald ich es darum bat, es aus blutigen Wolken
regnen zu lassen, es regnen ließ.

29
Als ob auf ihm auflebte das Feuer seines Schöpfers;
und wär’ da nicht das Wasser seines Glanzes, es schmölze.

30
Als blitzten der Sonne Strahlen auf ihm,
wär’ nicht die Maserung als Wolke dazwischen.

31
Als hätt’ es die Zeit lang schon grau werden lassen,
nimmer hört schwarzes Blut auf, es zu färben.

32
Als wär’ Schnitt ein hingeträllertes Morgenlied,
erklingt sein Schwingen, wenn es die Halswirbel trifft.

33
Nein, wir geizten nicht in unserer Heimat, unsere Gemüter
verschmähen die Unterdrückung und lehnen sich auf.

34
Wir widerstanden diesen widrigen Wechselfällen, daß selbst
dem Jüngling, die ihm widerfuhren, die Haare bleich geworden wären.

35
Nichts blieb uns als die Seelen und die edlen Taten,
die du ehrst, indem du von ihnen erzählst.

36
Und die Sternschnuppen fielen und fielen,
die Erde berührten sie nie.

[Ibn Hamdîs, Diwan, XI]

Freitag, 6. Oktober 2017

nur im ...

nur im
fremdklingen
sei heimat

strada facendo
e nelle selve
errando

zücken statt
entzücken

huscht eh’
nur vorüber

ein eis in
praller sonne
dauert länger

so hingezungt

Donnerstag, 5. Oktober 2017

Ibn Hamdîs, Diwan, XI

1
Ich hab’ sie genossen; - wann hab’ ich je mich vergnügt? -
das Roß blieb ungeschoren, das Roß meiner Jugend, mein Reiten.

2
Der eine Tag, reichlich und guten Proviant zu horten, der andere,
der häuslichen Gazelle nachzujagen.

3
Und als sie mit mir stolperte, war’s wegen der Trunkenheit, der
zwischen einem Glas und einer Tasse ich begegnete.

4
Die Nächte dann verbrachte ich unter den Antilopen, die, eifersüchtig
auf mich, sie im Streit untereinander verbrachten.

5
Und wenn meiner Jugend Pfeil auf die Sonne zielte,
dann war’s, weil sie ihm gehören sollte.

6
Jede Verführerin bedrängte mich
mit einem von ihr parfümierten Apfel,

7
und aus der Schlinge der Umarmung löste mich erst
die Morgenröte, die das Auge des Betrachters weckte.

8
In mir die Wunde eines schmachtenden Blicks; auf meinem Arm
der Biß eines Mundes und seiner schönen Zähne.

9
Merk auf den Wohlgeruch, dessen Mutter die Rebe:
verströmt ihn aus in der Hand, die ein junges Zweiglein.

10
Alt geworden in klösterlicher Obhut, auf der
Amphore das Siegel des Kreuzes.

11
Und weil er dir in den Kopf gestiegen, zögerst du mit dem Trinken,
Heilung kommt dir mitnichten vom Arzt.

12
Trink davon früh des Morgens einen Schluck vom Reinen;
jung und lebhaft ist der Alte aus trockenen Trauben.

13
Als wär’ sein Schaum sein Schopf,
umgibt sein Haupt ein altes Haar.

14
Und gießt man Wasser in sein Rubinrot,
wird ihm in der Flamme Ersatz.

15
Perlen steigen auf von seinem Grunde,
reih’n sich auf des Glases Bauchung.

16
Ich nahm ihn und sanft wehte der leichte
Wind, stark und duftend.

17
Und nun die Mägdlein mit süßen Gesängen,
kommen trällernd, den Tristen zu erheitern.

18
Jedes mit perlroten Fingern
der mit Henna gefärbten Hände.

19
In ihren Busen ließen sie schlagen einen Hammer, so daß
sie die Hände an die Öffnung des Korsetts hielten.

20
Und als sie die Süße ihres Gesangs hatten hören lassen,
leerten wir mit ihnen die Tassen der Schuld.

21
Schleppten hinter sich ihre schwarzen Haarprachten -
wie schwarze Schlangen schlängeln über Sandhaufen.

22
Rhythmisch im Tanz ihre Füße,
die die Klänge einer Laute begleiteten.

23
Zeigten auf ihre Gliedmaßen und spielten an auf das,
was in ihnen liebend zum Traurigsein neigte.

24
Sprachen untereinander frei heraus wie Zweige,
die im Zephyr und im Südwind schaukeln.

25
Auf die Erde legten sich unsere Wangen,
und auf die Rippen die Wangen der Herzen.

[Ibn Hamdîs, Diwan, X]

Dienstag, 3. Oktober 2017

es schmerzt ...

es schmerzt
den hörwald
sein entwähntsein

wirft auf sein aug’
begehret auf
im aufgemerkt!

jedwedes reden geht
von fledermäusen

doch keiner weiß
den unterscheid

es plappert sich
so schön zurecht

und sich entbiestern
in der diesseitsfalle

Sonntag, 1. Oktober 2017

sagmale ...

sagmale
an weges rand
und fluchten

stummstein
zückt ein taschentuch
und winkt

ich dacht’
mir immer
schroff den stein

schläft wohl schon
hält sein tuch
- die lampen

tun ihm nichts -
so zwischen bein
und bein

Donnerstag, 28. September 2017

Ibn Hamdîs, Diwan, X

1
Ein Verliebter, der sich abzehrt, wenn er der begegnet, die ihn sich
abzehren läßt, genießet die Leiden seiner Qual.

2
Seine Liebe zu verhehlen, verbarg er sie vor neugierigen Augen,
die aber doch der Tränen gewahr wurden und ihres verborgenen Sinnes.

3
Wie viele, die ihm mit Tadel im Ohr lagen, aber das Herz
mit seinem Schlagen wehrt sich ihres Anschlags!

4
Herr der Herzen ist der Schönen Liebe. O sag: wie können
unsere Körper sich seiner Herzen erfreuen?

5
Wird mir also Trost, wenn sie vor mir erscheint mit reifen
Früchten, ein Zweiglein, schaukelnd mit bebender Brust?

6
Und erheben im Meer der Leidenschaft sich nicht hoch die Wellen
im Ost- wie im Nord- wie im Südwind?

7
Und prangt nicht in der Seele der Mond, der die Liebe erweckt und
dahinscheiden läßt mit seinem Auf-, mit seinem Untergang?

8
Es paarte sich mit der Rose der Wangen der Skorpion ihrer
Schläfen und bestäubte ihren Busen mit Moschusstaub.

9
Das Auge ist geblendet vom Glanz ihres Lichts,
und die Seele trunken vom Duft, der von ihr ausgeht.

10
Im Auge liegt ihr ein Unwohlsein, dessen Liebreiz gleich dem ist, das
ihr Klagen und ihr Traurigsein um mich breitete.

11
Oh Zauberei! Deren Heilung dem Arzt mitnichten gegeben.
Hast du vielleicht einen Ersatz für die heilende Kunst?

12
Sie kommt mir in den Sinn, wenn der Kriegslärm dem aufrichtigen Herzen
des Freundes den Gedanken an den Freund vergessen läßt.

13
Das Schwert im Aufeinanderschlagen der Schwerter, wenn es gezogen,
hat den Tod in seinem Lachen und eine finstere Miene.

14
Schlank wie die Bienenkönigin, wär’s leichter,
auf dem Meer als auf ihm zu reiten. [*]

15
Aus dem schwarzen Mantel heraus scheint der schwarze Rabe
sich in seine Schwärze zu tauchen.

16
Mit seinem Eifer führt es dich schnurstracks fort
wie das Wasser einer Röhre, deren Stöpsel entzwei.

17
Läufer von alter Rasse, sonder Müh’ den andren voran,
und strebt zum Ziel, denn ihm fließt hochherzig das Blut in den Adern.

18
Und zeigt sich dir mit vier Beinen, die Natur
ihm gemodelt zur Körperbeschaffenheit.

19
Es scheint, als sei die Lebhaftigkeit seiner Augen, seines Geistes
sich von den Ohren übertrage auf die Fersen.

20
Er wirft die Hufe aufs weite Terrain und beklagt sich dann,
daß es seine Sprünge beengt.

21
Es läuft und besiegt den Blitz, erreicht sein Ziel,
noch bevor er seinem Blick entschwindet;

22
und weil sein schwarzer Widerschein der nächtlichen Finsternis ähnelt,
flitzt es durch den Abend eingehüllt in den Glanz seines Mantels.

23
Blut spritzt mein Schwert beim Kampf mit den Löwen,
die er niederstreckt dort, mit dem Federbusch des Schwanzes.

24
Eine Klinge fürwahr, die einem Flusse gleicht, auf dem sich
die Wellen kräuseln im leichten Wind, der über sie dahinfährt.

25
Es zogen sie auf in den Feuern die Hände einer Schmiedin, und wird
als Feuerzeug dienen, sie zu entzünden am Tage der Schlacht.

26
Es scheint, es seien in seinem Wasser und in seiner Flamme
Ameisen, die schwimmen und laufen.

27
Und wenn sie dem Halswirbel eines Kühnen begegnet, dann trennt sie ihn durch,
und meine Hand steht ihr bei in dem, wonach sie sich sehnt;

28
und es scheint, daß der Kühne sie mit dem Sterbenden teilt, damit
der Anteil des einen dem des anderen gleicht.

[*] Schiaparelli hat: „Smilzo come l’ape regina, quando tu lo cavalchi […]“. Im Doppelvers davor war die Rede von “spada” (Schwert), so daß sich die maskuline Endung nicht darauf beziehen läßt. Hinzu kommt ein „reiten“. Es muß sich um einen Gedankensprung handeln (oder ist da eine Lücke?), das Folgende kann sich jedenfalls nur auf ein Reittier beziehen, ob Pferd, ob Kamel. Hier wäre das Hinzuziehen eines Arabischkundigen sinnvoll.

[Ibn Hamdîs, Diwan, IX]

Montag, 25. September 2017

...

es mögte vielleicht auch
die hand vorm gesicht
der brill’ ein hochgeschoben-
sein bescheren

im gegenlicht indes nur gelb
dessen schatten der rost
eines amöbenrosa
“milben!” sagte er mal
ganz didaskalisch alarmiert

taubenkotkringel
ein paar davon fliegen auf und davon
im flügelschlag
wenn ich mich dem fenster nähere

und die brille wieder herunterlasse
und schumpeternd einen knall habe
in dem forstend sich trampelpfade
aller orientierung entäußernd
einzufinden belieben

Sonntag, 24. September 2017

...

es hatte aber doch in der ferne
ihr schwalbhin schwalbher
sich turm erbetendes
ein plötzlich auflohendes,
dem flämmlin nichts
unbedeutendes bedeutend,
als würden in ihrem
flügelflackern sie träge sich ergehen,
und alles schien ihm weiß-, geiß-,
geistergleißend.
"(heller als Stille sei)" (Egger)
denn es war nichts zu hören

Samstag, 23. September 2017

Ibn Hamdîs, Diwan, IX

1
Die Liebe brach das Siegel der Tränen, die flossen dahin;
mit ihnen wollte ich die glühenden Kohlen löschen, die dann erst recht glühten.

2
Und nicht sicher war ich mir, daß das Wasser, noch bevor sie liefen,
das Feuer anlockt, das in den Eingeweiden brennt.

[Ibn Hamdîs, Diwan, VIII]

Freitag, 22. September 2017

Ibn Hamdîs, Diwan, VIII

1
Wer denn verschafft mir das Vergnügen eines Mädgens,
voll in den Brüsten, dem das Ergrauen ein Makel?

2
Mit Henna färbt es schwarz seine Hand,
aus Liebe zum schwarzen Schnauzbart der Jugend.

3
Laß den Kampher: es ist die schwarze Farbe,
an der mir das Erkennen erblüht.

[Ibn Hamdîs, Diwan, VII]

Montag, 18. September 2017

Ibn Hamdîs, Diwan, VII

Er besingt die Liebe

1
Ich hab’ euch verlassen, und die Trennung von euch war hart,
die auszuhalten weder der Körper noch das Herz vermag.

2
Gestorben sind die Fernen. An welchen Rat soll ich mich klammern
jetzt, da unsere Verwandten in alle Winde zerstreut?

3
Wirst du bleiben, nachdem die Reiter fort sind? Wie ohne dich
bleiben? Die Reiter sind fort.

4
Wie viele suchen nicht das Meer auf, Meer des Schmerzes,
deren Auge sich für dich mit frischen Perlen füllt!

5
Nicht aus Haß verließ ich deine Heimstatt,
denn die Liebe stirbt erst, wenn man sie ausgelebt.

6
Ich erhoffe keinen Frieden von der Zeit,
die den Krieg entflammen ließ.

7
Und ist das Schicksal wohlgesinnt, oh! wie oft wird nicht
umgänglich der Unbezähmbare und zahm der Widerspenstige.

[Ibn Hamdîs, Diwan, VI]

Sonntag, 17. September 2017

Ibn Hamdîs, Diwan, VI

Er beschreibt das Meer

1
Ich seh‘ dich sturmumtost durchfahren ein riesiges
Meer, auf dem man vor Fährnissen nie sicher sein kann.

2
Dein Schiff wird hin- und hergeworfen nach Ost, nach West,
vorwärts getrieben vom Süd- und vom Nordwind.

3
Mehr aber noch als die Überquerung des Meeres, dünkt mich,
ist hart zu ertragen, was dich genötigt, es zu tun.

[Ibn Hamdîs, Diwan, V]

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