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    <title>parallalie : Rubrik:Uebersetzungen</title>
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    <dc:publisher>parallalie</dc:publisher>
    <dc:creator>parallalie</dc:creator>
    <dc:date>2009-10-12T20:28:37Z</dc:date>
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    <title>parallalie</title>
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  <item rdf:about="http://parallalie.twoday.net/stories/5984569/">
    <title>der dschungel der seelen so dunkel ...</title>
    <link>http://parallalie.twoday.net/stories/5984569/</link>
    <description>der dschungel der seelen so dunkel&lt;br /&gt;
wie die haut und die augen, die&lt;br /&gt;
das moderne leben aufpäppelt zu&lt;br /&gt;
harter notwendig- und niedrigkeit&lt;br /&gt;
rom nunmehr im klinsch unreiner&lt;br /&gt;
ordnungslosigkeiten, blinder stil-&lt;br /&gt;
verwirrungen, so wie eine flutwelle&lt;br /&gt;
über einstürzende dämme tritt: ohn-&lt;br /&gt;
mächtig spürt es das rom der macht,&lt;br /&gt;
pöbel noch, das nationale bangen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Pier Paolo Pasolini&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;small&gt;letzte strophe von teil I des gedichts Lumile Italia: &lt;i&gt;La jungla delle anime scure / come la pelle e gli occhi, che / la moderna vita nutre a dure / necessità e bassezze, ormai è / su Roma, la stringe in impure / confusioni, in ciechi smarrimenti / di stile, come una piena sale / oltre i rotti argini: impotente / la Roma del potere ne sente, / ancora plebe, lansia nazionale.&lt;/i&gt; - wiedergefunden nach monaten Le ceneri di Gramsci unter einem antiquariatskatalog im zeitungsformat, als ich dann doch mal wieder staub wischen muße.&lt;/small&gt;</description>
    <dc:creator>parallalie</dc:creator>
    <dc:subject>Uebersetzungen</dc:subject>
    <dc:rights>Copyright &#169; 2009 parallalie</dc:rights>
    <dc:date>2009-10-09T19:39:00Z</dc:date>
  </item>
  <item rdf:about="http://parallalie.twoday.net/stories/5732280/">
    <title>Gerard Manley Hopkins: Strike, churl ...</title>
    <link>http://parallalie.twoday.net/stories/5732280/</link>
    <description>Schlag, Rüpel, nur zu; remple, freudloser Wind; peitschender Hagel&lt;br /&gt;
Maienschönheitsgemetzel, wild wachsen &amp; fetzen die Wolken&lt;br /&gt;
Aus dem Riesen-Geluft; sag dem Sommer Nein,&lt;br /&gt;
Bitt um Wiederfreude, bei der Ernte, blaß aber bleibe Hoffen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;small&gt;im Reclam-bändchen blätternd der gedichte von Gerard Manley Hopkins (übersetzung Ursula Clemen und Friedhelm Kemp), mochte es dennoch versuchen, dieser letzte maitag ist danach; hier die Reclam-texte, engl. u. dt.:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;i&gt;Strike, churl; hurl, cheerless wind, then; heltering hail&lt;br /&gt;
Mays beauty massacre and wispèd wild clouds grow&lt;br /&gt;
Out on the giant air; tell Summer No,&lt;br /&gt;
Bid joy back, have at the harvest, keep Hope pale.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Schlag zu, Kerl; brich herein, trostloser Wind, denn; peitschender Hagel&lt;br /&gt;
Mag Maienschöne morden und bündelweis wildes Gewölk aufwachsen&lt;br /&gt;
In der ungeheuren Luft; sprich zum Sommer Nein,&lt;br /&gt;
Ruf Freude ab, habs auf die Lese abgesehn, halt Hoffnung fahl.&lt;/i&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
fand nirgends das heltering ohne skelter, drum von Reclam als peitschend übernommen (ich glaube, die beiden übersetzer haben das gedicht nicht verstanden, weil sie nichts wußten von solchen naturkatastrophen, allein schon für die blüten der pflanzen, die dann zu früchten hätten werden sollen).&lt;/small&gt;</description>
    <dc:creator>parallalie</dc:creator>
    <dc:subject>Uebersetzungen</dc:subject>
    <dc:rights>Copyright &#169; 2009 parallalie</dc:rights>
    <dc:date>2009-05-31T17:53:00Z</dc:date>
  </item>
  <item rdf:about="http://parallalie.twoday.net/stories/5594272/">
    <title>Pasolini: Für ein ungeborenes Kind</title>
    <link>http://parallalie.twoday.net/stories/5594272/</link>
    <description>Am Ende der schneeweißen neuen Brücke über den Tiber,&lt;br /&gt;
fertig gebaut von den Katholiken, um die Faschisten nicht Lügen zu strafen,&lt;br /&gt;
zwischen Friesen, Säulenstümpfen, falschen Fragmenten, unechten Ruinen&lt;br /&gt;
eine Gruppe von Frauen, die in der Sonne auf Kunden wartete.&lt;br /&gt;
Darunter auch Franca, eine, die aus Viterbo hierher gekommen war,&lt;br /&gt;
ein Mädchen, aber schon Mutter, die war am schnellsten:&lt;br /&gt;
lief rufend zur Tür meines Autos&lt;br /&gt;
so selbstsicher, daß ich sie nicht mehr enttäuschen konnte:&lt;br /&gt;
stieg ein, machte es sich bequem, fröhlich wie ein Junge,&lt;br /&gt;
und führte mich Richtung Via Cassia: bogen dann ab und&lt;br /&gt;
fuhren auf einer verlassenen Straße unter der Sonne&lt;br /&gt;
zwischen Gipsbaustellen und tripolitanischen Häuschen&lt;br /&gt;
und gelangten zu ihrem Platz: eine kleine Wiese&lt;br /&gt;
unterhalb einer Anhöhe mit Moosflechten und Grotten.&lt;br /&gt;
Ein altes braunes Pferd weiter hinten im feuchten Gras,&lt;br /&gt;
ein leeres Auto inmitten der Büsche&lt;br /&gt;
und nicht weit : hier und dort das Echo festlicher Böller:&lt;br /&gt;
rings herum war es voller Paare, junge und arme Leute.&lt;br /&gt;
In jenen Tagen waren mein Leben, meine Arbeit angefüllt,&lt;br /&gt;
keine Unausgeglichenheit, keine Angst bedrohte mich:&lt;br /&gt;
jahrelang war ich vorangekommen, zunächst durch die Gnade des Körpers,&lt;br /&gt;
- Sanftmut, Gesundheit und Begeisterung, die mir die Geburt gab,&lt;br /&gt;
dann durch ein Licht des Denkens, wenngleich noch unsicher,&lt;br /&gt;
- Liebe, Kraft und Bewußtsein, die ich mir im Leben erwarb.&lt;br /&gt;
Und doch, erstes und einziges ungeborenes Kind, es schmerzt mich nicht,&lt;br /&gt;
daß du niemals hier sein kannst, auf dieser Welt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Pier Paolo Pasolini, A un figlio non nato</description>
    <dc:creator>parallalie</dc:creator>
    <dc:subject>Uebersetzungen</dc:subject>
    <dc:rights>Copyright &#169; 2009 parallalie</dc:rights>
    <dc:date>2009-03-19T20:02:00Z</dc:date>
  </item>
  <item rdf:about="http://parallalie.twoday.net/stories/5523202/">
    <title>du bist wie eine erde... (Cesare Pavese)</title>
    <link>http://parallalie.twoday.net/stories/5523202/</link>
    <description>du bist wie eine erde&lt;br /&gt;
die niemand je gesagt.&lt;br /&gt;
du wartest auf nichts&lt;br /&gt;
wenn nicht auf das wort&lt;br /&gt;
das dann dem boden entspringt&lt;br /&gt;
wie eine frucht in den zweigen.&lt;br /&gt;
ein wind ist, der dich einholt.&lt;br /&gt;
was trocken und was abertot&lt;br /&gt;
das füllt dich an, geht mit dem wind.&lt;br /&gt;
uralte glieder und worte.&lt;br /&gt;
im sommer, da zitterst du.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
29. Oktober 45&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;small&gt;Tu sei come una terra&lt;br /&gt;
che nessuno ha mai detto.&lt;br /&gt;
Tu non attendi nulla&lt;br /&gt;
se non la parola&lt;br /&gt;
che sgorgherà dal fondo&lt;br /&gt;
come un frutto tra i rami.&lt;br /&gt;
C&apos;è un vento che ti giunge.&lt;br /&gt;
Cose secche e rimorte&lt;br /&gt;
t&apos;ingombrano e vanno nel vento.&lt;br /&gt;
Membra e parole antiche.&lt;br /&gt;
Tu tremi nell&apos; estate.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
29 ottobre 45&lt;/small&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Cesare Pavese (übersetzt für D.)</description>
    <dc:creator>parallalie</dc:creator>
    <dc:subject>Uebersetzungen</dc:subject>
    <dc:rights>Copyright &#169; 2009 parallalie</dc:rights>
    <dc:date>2009-02-17T19:05:00Z</dc:date>
  </item>
  <item rdf:about="http://parallalie.twoday.net/stories/5475644/">
    <title>Da war ein Juwel in meiner Hand - ... (Emily Dickinson)</title>
    <link>http://parallalie.twoday.net/stories/5475644/</link>
    <description>Da war ein Juwel in meiner Hand -&lt;br /&gt;
Ich ging zu Bett -&lt;br /&gt;
Der Tag war warm, die Winde nüchtern -&lt;br /&gt;
Sagte: S wird gut -&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Schalt - aufgewacht - die guten Finger,&lt;br /&gt;
Fort der Juwel -&lt;br /&gt;
Ein Amethyst-Erinnern ist - Was&lt;br /&gt;
Mir bleibt - Nichts sonst&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;small&gt;I held a Jewel in my fingers -&lt;br /&gt;
And went to sleep -&lt;br /&gt;
The day was warm, and winds were prosy -&lt;br /&gt;
I said Twill keep -&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
I woke - and chid my honest fingers,&lt;br /&gt;
The Gem was gone -&lt;br /&gt;
And now, an Amethyst remembrance&lt;br /&gt;
Is all I own.&lt;/small&gt;</description>
    <dc:creator>parallalie</dc:creator>
    <dc:subject>Uebersetzungen</dc:subject>
    <dc:rights>Copyright &#169; 2009 parallalie</dc:rights>
    <dc:date>2009-01-27T20:58:00Z</dc:date>
  </item>
  <item rdf:about="http://parallalie.twoday.net/stories/5467108/">
    <title>Ich bin Niemann. Aber Du? (Emily Dickinson)</title>
    <link>http://parallalie.twoday.net/stories/5467108/</link>
    <description>Ich bin Niemann. Aber Du?&lt;br /&gt;
Bist - Niemann - Auch Du?&lt;br /&gt;
Dann sind wir ja zu Zwot!&lt;br /&gt;
Sag Nichts! sie tratschen - weißt es ja!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Öd - dies Sein - ein Irgendmann!&lt;br /&gt;
Ein Frosch - in allen Gassen -&lt;br /&gt;
Nam hin, Nam zu - dies Juni-Sein -&lt;br /&gt;
Für son Maulaffensumpf!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;i&gt;Im Nobody! Who are you?&lt;br /&gt;
Are you - Nobody - Too?&lt;br /&gt;
Then theres a pair of us!&lt;br /&gt;
Dont tell! theyd advertise - you know!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
How dreary - to be - Somebody!&lt;br /&gt;
How public - like a Frog -&lt;br /&gt;
To tell ones name - the livelong June -&lt;br /&gt;
To an admiring Bog!&lt;/i&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Emily Dickinson (288)</description>
    <dc:creator>parallalie</dc:creator>
    <dc:subject>Uebersetzungen</dc:subject>
    <dc:rights>Copyright &#169; 2009 parallalie</dc:rights>
    <dc:date>2009-01-23T20:42:00Z</dc:date>
  </item>
  <item rdf:about="http://parallalie.twoday.net/stories/5455067/">
    <title>ich wachs mir ein übel</title>
    <link>http://parallalie.twoday.net/stories/5455067/</link>
    <description>die eine wurzel : dankbarer&lt;br /&gt;
atem : eines fauligen baums&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
ich wachs mir ein übel&lt;br /&gt;
im leben : das zu verwandeln&lt;br /&gt;
auch ein erdulden fürs fleisch&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Salvatore Quasimodo&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;small&gt;Grato respiro una radice&lt;br /&gt;
esprime dalbero corrotto&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
io mi cresco un male&lt;br /&gt;
da vivo che a mutare&lt;br /&gt;
ne soffre anche la carne&lt;/small&gt;</description>
    <dc:creator>parallalie</dc:creator>
    <dc:subject>Uebersetzungen</dc:subject>
    <dc:rights>Copyright &#169; 2009 parallalie</dc:rights>
    <dc:date>2009-01-18T21:05:00Z</dc:date>
  </item>
  <item rdf:about="http://parallalie.twoday.net/stories/5233706/">
    <title>whack (lost in...)</title>
    <link>http://parallalie.twoday.net/stories/5233706/</link>
    <description>ich weiss, jetzt weiss ichs&lt;br /&gt;
nicht mische essig und rosen&lt;br /&gt;
so heimtückisch der sommer im schrank&lt;br /&gt;
hautrippe aber wird durst, sag ich&lt;br /&gt;
angelogen von uns die rücken, die sich berührten&lt;br /&gt;
die gläser, die extra enthüllten, die haare&lt;br /&gt;
die für dich von den knöcheln zu den augen&lt;br /&gt;
zu den schlafkragen&lt;br /&gt;
und grasnadeln : bänke für eine gartenszene&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
/ die bühne rechts abgeschnitten   &lt;br /&gt;
neutrale haltung   &lt;br /&gt;
blasse fuchsien gelatine /&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;small&gt;dies die weniger exaltierte version als die version automatique von gestern, welche diese gewesen:&lt;/small&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
weiss ich dora von jetzt an weiss ich&lt;br /&gt;
nicht mische essig und rosen von&lt;br /&gt;
heimtückisch der sommer im schrank&lt;br /&gt;
sag ich haut rippe und durst der wird&lt;br /&gt;
lügen die rücken die berühren wir sich&lt;br /&gt;
bis ein enthüllt die gläser konventionen bis&lt;br /&gt;
haare für dich die von den knöcheln augen zu&lt;br /&gt;
schlafkragen zu des schlafschlafensschlafs&lt;br /&gt;
und grasnadeln : bänke für gartenszenen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
/ die bühne rechts abgeschnitten   &lt;br /&gt;
neutrale haltung   &lt;br /&gt;
blasse fuchsien gelatine /&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
sehr frei und mir gemäß translated from here: &lt;br /&gt;
&lt;a href=&quot;http://emoticon.splinder.com/post/18559106/whack&quot;&gt;http://emoticon.splinder.com/post/18559106/whack&lt;/a&gt;</description>
    <dc:creator>parallalie</dc:creator>
    <dc:subject>Uebersetzungen</dc:subject>
    <dc:rights>Copyright &#169; 2008 parallalie</dc:rights>
    <dc:date>2008-10-03T20:28:00Z</dc:date>
  </item>
  <item rdf:about="http://parallalie.twoday.net/stories/5141580/">
    <title>Einsamkeit</title>
    <link>http://parallalie.twoday.net/stories/5141580/</link>
    <description>EINSAMKEIT&lt;br /&gt;
Santa Maria La Longa, den 26. Januar 1917&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
meine schreie&lt;br /&gt;
aber verletzen&lt;br /&gt;
wie blitze&lt;br /&gt;
die heisere glocke&lt;br /&gt;
des himmels&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
und stürzen&lt;br /&gt;
vor schreck&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Giuseppe Ungaretti&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;object width=&quot;425&quot; height=&quot;344&quot;&gt;&lt;param name=&quot;movie&quot; value=&quot;http://www.youtube.com/v/gH2xBDOYPLQ&amp;hl=en&amp;fs=1&quot;&gt;&lt;/param&gt;&lt;param name=&quot;allowFullScreen&quot; value=&quot;true&quot;&gt;&lt;/param&gt;&lt;embed src=&quot;http://www.youtube.com/v/gH2xBDOYPLQ&amp;hl=en&amp;fs=1&quot; type=&quot;application/x-shockwave-flash&quot; allowfullscreen=&quot;true&quot; width=&quot;425&quot; height=&quot;344&quot;&gt;&lt;/embed&gt;&lt;/object&gt;</description>
    <dc:creator>parallalie</dc:creator>
    <dc:subject>Uebersetzungen</dc:subject>
    <dc:rights>Copyright &#169; 2008 parallalie</dc:rights>
    <dc:date>2008-08-22T20:06:00Z</dc:date>
  </item>
  <item rdf:about="http://parallalie.twoday.net/stories/5084637/">
    <title>Zwei Töne (Ungaretti)</title>
    <link>http://parallalie.twoday.net/stories/5084637/</link>
    <description>zwei töne (Due note)&lt;br /&gt;
1927&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
gräser beringend ein schmaler bach&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
eines sees düsternis himmels wasserbläue kränkt&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;i&gt;Inanella erbe un rivolo,&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Un lago torvo il cielo glauco offende.&lt;/i&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Giuseppe Ungaretti&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;small&gt;Schon vor Jahren nicht weitergekommen hiermit. Wegen un il, kein Unterschied zwischen Nominativ und Akkusativ. Wer kränkt, beleidigt hier wen? Zweideutig, auch in der frühen Fassung: dann traf er auf einen düsteren See, den/der - der/den blaugrüne(n) Himmel beleidigt bzw. kränkt - &lt;i&gt;Poi incontrò un lago torvo / che il cielo glauco offende&lt;/i&gt;. Die einzige Möglichkeit, die Zweideutigkeit auch im Deutschen wiederzugeben, war das Femininum. Die Verlaufsform des Verbs [eine im nachhinein zurückgenommen] ergab sich mir aus der Situation des Beobachtens: es geschieht, was ich seh. Den Titel suggeriert der ursprüngliche Colore. Aigner, den ich las, hat:&lt;br /&gt;
&lt;i&gt;Zwei Merkmale&lt;br /&gt;
1927&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein kleiner Bach beringt die Gräser,&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
den blaugrünen Himmel beleidigt ein düsterer See.&lt;/i&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
eher feststellend als beobachtend im Ton... in solchen Fällen ist jedes Bessermachen ein Andersmachen, ein Lesen. Ein Auchlesen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
p.s. Das ist es wohl: in einem alten Wörterbuch fand ich wasserblau für glauco, und so kann wohl der Himmel den düstern See beleidigen.&lt;/small&gt;</description>
    <dc:creator>parallalie</dc:creator>
    <dc:subject>Uebersetzungen</dc:subject>
    <dc:rights>Copyright &#169; 2008 parallalie</dc:rights>
    <dc:date>2008-07-25T18:54:00Z</dc:date>
  </item>
  <item rdf:about="http://parallalie.twoday.net/stories/4937120/">
    <title>Dialog mit Herz</title>
    <link>http://parallalie.twoday.net/stories/4937120/</link>
    <description>Dialog mit Herz&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Schrecken ergriff mich, als ich zum Hasen wurde,&lt;br /&gt;
und Akzeptieren wurde dann zur Gewohnheit.&lt;br /&gt;
Wärs wahr, ich brächt mich um. Welches Fatum&lt;br /&gt;
haben denn die Hasen? Den einfachen Tod.&lt;br /&gt;
Mich beherrschte eine widerliche Angst, nachts&lt;br /&gt;
piepste ich und knabberte an Kohl- und an&lt;br /&gt;
Tabakblättern. Im Winter lebt ich auf Vorrat.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich will kein Hase werden, sondern ein Vogel&lt;br /&gt;
und mich in den Dornen verheddern. Der Hase stirbt&lt;br /&gt;
vor Kälte, vor Hunger, vor Alter und erschossen.&lt;br /&gt;
Oft ist den Vögeln ein heftiger Nachtwind&lt;br /&gt;
genug, aus Norden zwischen den Enten&lt;br /&gt;
im Tiefkühlfach. Herz -  er auf der Terrasse -,&lt;br /&gt;
uns wird eine Dachrinne einfach aufsaugen&lt;br /&gt;
an einem Regentag, Emblem der Gewalt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Schon seit langem wollt ich zwischen Bäumen&lt;br /&gt;
mich ergehen: Vogel werden und im Sommer-&lt;br /&gt;
Laub den Stollen entdecken, der zu der&lt;br /&gt;
Grundfeste führt. Die Wurzeln berühren&lt;br /&gt;
und die Nährstoffe lecken. Die Alte bellt,&lt;br /&gt;
sagtest du, und der Trottel ist gegen die Wand&lt;br /&gt;
gefahren mit dem Rad. Ärgerlich hebt er die Maske&lt;br /&gt;
auf von den Steinen und fällt zurück in die Ungewißheit&lt;br /&gt;
eines wütend sich gebär(d)enden Universums.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich rutsch aus beim Schwimmen: die gefährlichen Algen.&lt;br /&gt;
Ich versink in dichter Vegetation, die mich bedeckt,&lt;br /&gt;
und ich unter Ameisen und Laub. Ich kau an Federn,&lt;br /&gt;
fast als wärs Erkenntnis: mit dem Licht&lt;br /&gt;
des Tages zwischen den Ritzen und all dem Staub&lt;br /&gt;
der sich erhebt in einem Wimmeln aus Schutz&lt;br /&gt;
und Erlösung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei den Haaren ergreift uns der Wind, es stimmt,&lt;br /&gt;
hinter der Wolke hält ein : ein spiegelnder Himmel:&lt;br /&gt;
im befleckten Schatten erreichte ihn Herzens Stimme.&lt;br /&gt;
Abends auf der Terrasse fuhren sie fort, glücklich:&lt;br /&gt;
Wird je die Willkür enden zwischen Tag und Nacht?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;small&gt;der autor hat eine anmerkung zu diesem gedicht, die ich hier wiedergebe: &lt;i&gt;Ein wirklicher Dialog zwischen Freunden; einige Themen (der Baum, die Terrasse, der Radfahrer) verweisen auf tatsächliche Lokalnachrichten. Das Gedicht sondiert die Bedeutung der Wirklichkeit: menschliches und tierisches Geschick sind miteinander verbunden, doch der Mensch versucht, die natürlichen Bedingungen zu überschreiten, das Reich der Willkür, und bei diesem Versuch, diesem Suchen, wird ihm ein Moment der Hoffnung und des Glücks. Der Dialog wird durchlaufen von einem Gefühl der Zerbrechlichkeit, der Impotenz (der Ohnmacht) und der Misere, ergänzt-ersetzt-vertreten jedoch von einer intellektuellen Liebe.&lt;br /&gt;
Herz bedeutet &lt;/i&gt;cuore&lt;i&gt; und verweist natürlich auf die gleichnamigen Wellen. Dieser Name mit seinen reizvollen Implikationen trägt zur Verstärkung des Realen bei, was das eigentliche Thema des Gedichtes ist. Der letzte Vers ist eine auf Novalis beruhende Kontamination: Bisogna sempre che torni il mattino? / Non ha fine larbitrio terrestre? (Ü Poggioli).&lt;/i&gt;&lt;br /&gt;
er irrt sich allerdings und bringt herz und hertz und herschel durcheinander: meint aber doch unterschwellige wellen, von denen er nichts weiß, wie bei beckett der namenlose, der sich im kohl verkrabbelt, weil man ihm erzählt hat, er sei dort mal als mensch in allem anfang abgelegt worden. ich bin den osterhasen sehr hold: sie [antworten, den satz prompt unterbrechend auf eingehende mails dito prompt]...&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
nach dem original von Antonio Porta mit dem Titel Dialogo con Herz, veröffentlicht in I Novissimi. Poesie per gli anni 60, Turin (2) 2003.&lt;/small&gt;</description>
    <dc:creator>parallalie</dc:creator>
    <dc:subject>Uebersetzungen</dc:subject>
    <dc:rights>Copyright &#169; 2008 parallalie</dc:rights>
    <dc:date>2008-05-19T21:09:00Z</dc:date>
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    <title>mein körper der sich sucht&lt;br /&gt;
strebt ganz dem nabel zu&lt;br /&gt;
stülpt...</title>
    <link>http://parallalie.twoday.net/stories/4840631/</link>
    <description>mein körper der sich sucht&lt;br /&gt;
strebt ganz dem nabel zu&lt;br /&gt;
stülpt um sich wie ein strumpf&lt;br /&gt;
will sich nicht stopfen lassen&lt;br /&gt;
dient an dem licht&lt;br /&gt;
die lungen-stalaktiten&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
///&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
verloren? der wald ists&lt;br /&gt;
der mir folgt der meinen&lt;br /&gt;
schatten trinkt mich&lt;br /&gt;
leert ein hohler stamm:&lt;br /&gt;
ich blatt so zwischen&lt;br /&gt;
eines buches seiten&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
///&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
dem faden folgend&lt;br /&gt;
bis hin zu tränen&lt;br /&gt;
die augenscherben - und&lt;br /&gt;
spür die falten wachsen&lt;br /&gt;
zu ästen sich verfangen&lt;br /&gt;
mit schwarzen äpfeln&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
mal wieder blätternd in Nel bosco von &lt;a href=&quot;http://www.elisabiagini.it/online/&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;Elisa Biagini&lt;/a&gt; (sie liest am 29.-30. April in Berlin), im original:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;small&gt;&lt;i&gt;il mio corpo che si cerca / converge allombelico, / si rivolta come calza / che sfugge il rammendo, / offre alla luce / le stalattiti dei polmoni.&lt;br /&gt;
///&lt;br /&gt;
perduta? è il bosco / che mi segue, che beve / la mia ombra, mi / svuota, tronco cavo : / io foglia, tra le / pagine di un libro.&lt;br /&gt;
///&lt;br /&gt;
seguo il filo / alle lacrime, / i cocci docchi e / sento le rughe* crescere / in rami, impigliarsi / di mele nere.&lt;/i&gt;&lt;/small&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;small&gt;* so werden regional hier auch die raupen genannt, nicht nur die falten im gesicht, aber ich denke nicht, daß daran gedacht wird.&lt;/small&gt;</description>
    <dc:creator>parallalie</dc:creator>
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    <dc:date>2008-04-05T18:48:00Z</dc:date>
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    <title>wissen willst du von uns ...</title>
    <link>http://parallalie.twoday.net/stories/4659433/</link>
    <description>WISSEN willst du von uns: auch wenn du nicht fragst&lt;br /&gt;
oder nur fragst durch dein schweigen, beiseite stehend,&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
oder ein paar fragen versuchst mit augen, die sich schämen&lt;br /&gt;
und weißt doch bei dir, im herzen, daß vergebens, was du wagst&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;i&gt;Tu vuoi SAPERE, da noi: anche se non chiedi&lt;br /&gt;
o chiedi tacendo, già appartato e in piedi,&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
o tenti qualche domanda, gli occhi vergognosi&lt;br /&gt;
ben sentendo, in cuore chè vano ciò che osi.&lt;/i&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Pasolini, A un ragazzo, in: La religione del mio tempo&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;small&gt;mehr wagen sollte ich doch, als nur vier zeilen wieder zu übersetzen&lt;/small&gt;</description>
    <dc:creator>parallalie</dc:creator>
    <dc:subject>Uebersetzungen</dc:subject>
    <dc:rights>Copyright &#169; 2008 parallalie</dc:rights>
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  <item rdf:about="http://parallalie.twoday.net/stories/4651554/">
    <title>wendepunkt ...</title>
    <link>http://parallalie.twoday.net/stories/4651554/</link>
    <description>wendepunkt&lt;br /&gt;
obschon die ecke in der nacht&lt;br /&gt;
wo die kontrolle&lt;br /&gt;
den blick versperrt&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
die langsame&lt;br /&gt;
verbrennung&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[in girum imus nocte&lt;br /&gt;
(wo die kontrolle des palindroms&lt;br /&gt;
den blick versperrt)&lt;br /&gt;
et consumimur igni&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
nachts, da gehn wir im kreise, und es verspeist uns ein feuer]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
original von Elisabetta Stefanelli:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;i&gt;Punto di svolta&lt;br /&gt;
se pure langolo è nella notte&lt;br /&gt;
dove il controllo&lt;br /&gt;
ha bloccato lo sguardo.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
La combustione&lt;br /&gt;
lenta.&lt;/i&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;small&gt;in: Nuovi poeti italiani 4, Turin 1995&lt;/small&gt;</description>
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    <dc:rights>Copyright &#169; 2008 parallalie</dc:rights>
    <dc:date>2008-01-26T21:12:00Z</dc:date>
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    <title>und neu wie die welt ...</title>
    <link>http://parallalie.twoday.net/stories/4624488/</link>
    <description>und neu wie die welt &lt;strike&gt;worte sagt&lt;/strike&gt; seine worte -&lt;br /&gt;
mit worten müde wie die welt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;i&gt;dicendo parole come il mondo nuove -&lt;br /&gt;
con parole stanche come il mondo.&lt;/i&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Pier Paolo Pasolini&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;img title=&quot;&quot; height=&quot;385&quot; alt=&quot;080117&quot; width=&quot;320&quot; align=&quot;center&quot; class=&quot;center&quot; src=&quot;http://static.twoday.net/parallalie/images/080117.jpg&quot; /&gt;</description>
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