Dienstag, 12. Februar 2013

l'inverno (Hölderlin)

l’inverno

quando, ormai cangiato
l’anno e passata
la magnificenza
della natura
già non mai fiorisce
lo splendore della stagione
e allora s’affrettano
a passare i giorni
che, pure, si trattengono
più lentamente

diverso è lo spirito
della vita
a seconda dei tempi
della natura vivente

giorni diversi stendono
lo splendore
e un essere
sempre rinnovato
sembra che stia bene
agli uomini
squisitamente
e come eletto

con ossequie
Scardanelli

24 gennaio 1676

Der Winter

Wenn sich das Jahr geändert, und der Schimmer
Der prächtigen Natur, blühet nimmer
Der Glanz der Jahreszeit, und schneller eilen
Die Tage dann vorbei, die langsam auch verweilen.

Der Geist des Lebens ist verschieden in den Zeiten
Der lebenden Natur, verschiedne Tage breiten
Das Glänzen aus, und immerneues Wesen
Erscheint dem Menschen recht, vorzüglich und erlesen.

Mit Unterthänigkeit
Scardanelli

d 24 Januar
1676.


L’editore Sattler: L’inverno. Quando, ormai cangiato l’anno... Probabilmente durante la visita di Fr. Th. Vischer. La prima strofa è stata scritta ancora in uno stato d’animo calmo, la seconda, la firma e la data con crescente agitazione, e il foglio - lo testimoniano le macchie di inchiostro - è stato piegato in fretta e furia.

Leicht spiel' und leis' sing' ich ... Giacomo Joyce 27

Leicht spiel’ und leis’ sing’ ich John Dowlands schmachtendes Lied mir vor. Loth to depart: auch ich mag nicht gehen. Hier ist und jetzt gekommen die Zeit. Hier die Augen, die sich aus der Nacht des Verlangens öffnen und schon in seinem Anbrechen den Tag im Osten trüben, ihr Schimmern der gärende Schaum, der auf der Gülle am Hofe des geifernden James treibt. Hier die Weine mit ihrem Bernsteinglanz, die dahinsterbend gefälligen Weisen, die stolz schreitende Pavane, das freundliche lippenschmatzende Gurren der gnädigen Frauen von ihren Balkonen, die syphilitischen Huren und die jungen Eheweiber, die vergnügt nachgebend an ihre Buhlen sich klammern und klammern.

I play lightly, softly singing, John Dowland‘s languid song. Loth to depart: I too am loth to go. That age is here and now. Here, opening from the darkness of desire, are eyes that dim the breaking East, their shimmer the shimmer of the scum that mantles the cesspool of the court of slobbering James. Here are wines all ambered, dying fallings of sweet airs, the proud pavan, kind gentlewomen wooing from their balconies with sucking mouths, the poxfouled wenches and young wives that, gaily yielding to their ravishers, clip and clip again.

>>> erste version.

>>> Giacomo Joyce 26
>>> Giacomo Joyce 28

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