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Samstag, 28. Januar 2006

AJTYS

Zwingen- und zwangloser zwiesang
Nach vorgegebenen zwitscherworten


Zwischen

TheSource und parallalie

zwiesprach 7

Er: niemals musik in deinem haus, wenn du allein bist, außer in raren fällen.
Ich: ich horche auf …
Er: und gleich gehst du weg zum fenster, der halb unter der dachpfanne hervorlugenden heuschrecke ein wenig asche aufs haupt zu streuen.
Ich: grüße aus afrika. immer wieder läßt sich eine blicken, wenn der wind aus südlichen richtungen weht.
Er: friedenstauben aus timbuktu.
Ich: und ferne erinnerungen an friedenstaubheit und friedlichen staub.
Er: hellhörig ist nur, wer angst hat.
Ich: oder wer zwei ohren hat und keine musik zwischen sich und die welt legt.
Er: aber im auto durch die gegend fahren und die ewig gleichen pink-floyd-cassetten hören…
Ich: auch daran habe ich mittlerweile die lust wieder verloren.
Er: ich, du betrittst wieder eine neue phase.
Ich: gewohnheiten sind für ein weilchen ganz gut, aber dann werden sie irgendwann fad.
Er: verstehe. sag mir, wie oft du deine gewohnheiten wechselst, und ich sage dir…
Ich: was?
Er: ich habe lange keine zigarette mehr geraucht, und dein bitterer kaffee… nun ja…
Ich: was?
Er: gibt mir mal eine zigarette, mal seh’n, wie’s der heuschrecke geht.

Salustius, Über die Götter und die Welt – 9,2

9,2 Doch ist es auch möglich, die Vorsehung aufgrund ihrer Zeichen in der Natur zu erkennen. Denn die Augen wurden um des Sehens willen durchsichtig gemacht, die Nase befindet sich über dem Mund, um das zu unterscheiden, was übelriechend ist, während die Zähne in der Mitte scharf sind, um die Speisen zu zerreißen, und flach auf der Innenseite, um sie in Brei zu verwandeln; und wir sehen überall, wie jedes Ding in ähnlicher Übereinkunft mit der Vernunft steht. Es ist also unmöglich, daß einerseits die Vorsehung sich in den Einzelheiten zeigt, hingegen in den Grundprinzipien abwesend ist. So hängen auch die Orakel und die Heilungen, die in der Welt statthaben, von der guten Vorsehung der Götter ab.

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